Pferdegestützte Therapie kann für Kinder mit körperlichen oder seelischen Beeinträchtigungen einen entscheidenden Unterschied machen. Auf dem Carolinenhof in Essen erleben Kinder, Jugendliche und Erwachsene genau diese besondere Form der Unterstützung.
Ein Beispiel dafür ist der elfjährige Souhaib, über den auch die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) berichtet hat. Souhaib leidet an einer seltenen Chromosomenstörung, seine Muskulatur ist geschwächt und seine Bewegungskoordination eingeschränkt. Nach mehreren schweren Operationen musste er viele Fähigkeiten neu erlernen.
In der Hippotherapie auf dem Carolinenhof hilft ihm das Pferd dabei auf ganz besondere Weise. Die gleichmäßigen, rhythmischen Bewegungen des Pferdes übertragen sich auf seinen Körper, fördern Gleichgewicht, Rumpfstabilität und Muskelaufbau und unterstützen das Gehirn dabei, Bewegungsabläufe neu zu verknüpfen. Für Souhaib ist die Therapie nicht nur Training, sondern ein echtes wöchentliches Highlight.
Damit auch schwerstbehinderte Kinder teilnehmen können, verfügt der Carolinenhof über barrierefreie Zugänge, Rampen und spezielle Liftsysteme. So wird pferdegestützte Therapie für möglichst viele Menschen zugänglich gemacht.
Wöchentlich nutzen rund 300 Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Angebote des Carolinenhofs. Viele von ihnen sind langfristig auf Unterstützung angewiesen. Da die Kosten für Hippotherapie in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen werden, ist diese Arbeit nur durch Fördervereine, Spenden und engagierte Helferinnen und Helfer möglich.
Gleichzeitig ist der Bedarf größer denn je. Um das Angebot aufrechterhalten und ausbauen zu können, sucht der Carolinenhof dringend qualifizierte Therapeutinnen, Therapeuten sowie ehrenamtliche Unterstützer.
Quelle:
Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) über die Arbeit des Carolinenhofs und die pferdegestützte Therapie.
